174 JAHRE DEUTSCHE EINWANDERUNG IN DEN SÜDLICHEN CHILE

Am 28. August 1996 würdigte der damalige Senator, General Bruno Siebert (R), derzeitiges Mitglied der Archivkommission der Emilio Held Winkler Bibliothek und des Historischen Archivs des Deutsch-Chilenischen Bundes, im Senat der Republik die Gedenken an den 150. GEDENKTAG DER DEUTSCHEN EINWANDERUNG IN DEN SÜDEN VON CHILE.

Heute hindert uns die Coronavirus-Pandemie daran, uns wie gewohnt zu treffen, um uns mit Liebe und Dankbarkeit an dieses wichtige Datum zu erinnern, erinnern wir uns an seine Worte in diesem Tribut:

 

Am 25. August 1846, vor 150 Jahren, kam das Segelschiff "Catalina" mit neun Familien deutscher Handwerker im Hafen von Corral an, die auf Ersuchen der chilenischen Regierung in Deutschland - von Herrn Rodulfo Amando Phillipi - ordnungsgemäß rekrutiert wurden. Sie waren dazu bestimmt, den Beginn eines Einwanderungs- und Kolonialisierungsprozesses in die damals fast unbewohnten und unerforschten Provinzen Valdivia, Osorno und Llanquihue.

Diese neun Familien ließen sich zunächst in der Nähe des Flusses Bueno nieder, von wo aus sie sich dauerhaft in der Gegend von Osorno und Umgebung niederließen, wo sie Wurzeln schlugen. Bis heute sind ihre Nachkommen prominente und aktive Mitglieder der Osornina-Gemeinschaft.

Es ist also fair, wenn man sich an diese 150 Jahre erinnert, sich an ihre Namen erinnert, um ihnen Ehre zu erweisen, die sie sich verdient haben, nach anderthalb Jahrhunderten des Handelns und der Projektion ihres abenteuerlichen und unternehmerischen Geistes, die sie dazu veranlassten, ihre Heimat zu verlassen und mit viel Distanz und Opferbereitschaft hier an diesen Enden der Welt eine neue und vielversprechende Existenz zu suchen. Es waren die Schmiede Georg Aubel und Nicolás Ruch, die Zimmerleute Johann und Adán Bachmann und Lorenz Holstein, der Müller Johannes Ide, der Schuhmacher Bernhard Henckel, die Gärtner Joseph Yaeger und Heinrich Kramm sowie der Schäfer Enrique Kraemer. Alle fleißige Leute; Alles einfache Leute.

Die Entstehung dieser ersten organisierten Gruppe, die nach Chile kam, war das Kolonisationsgesetz, das im November 1845 von Präsident Manuel Bulnes Prieto erlassen wurde. Diese Rechtsinitiative wurde von Herrn Bernardo Eunom Phillipi, einem deutschen Abenteurer, mit besonderem Engagement und Hartnäckigkeit gefördert. Seit Mitte der 30er Jahre bereiste er Südchile und entwickelte die visionäre Idee, diese damals mit Urwäldern bedeckten südlichen Gebiete mit Siedlern aus ihrer Heimat zu bevölkern.

Es ist also die Ankunft von "Catalina" mit diesen neun ursprünglichen Familien, dem Samen, der in eine fruchtbare Furche gelegt wurde, die die Entwicklung dieser südlichen Provinzen begann, auf die heute ganz Chile stolz ist. "

174 Jahre nach Beginn dieser historischen Leistung können sich die Chilenen im Allgemeinen und die Nachkommen der damaligen Siedler mit Stolz und Respekt vor den fleißigen Pionieren verneigen, die mit ihren eigenen Händen das prächtige Denkmal errichteten, das durch den blühenden Süden Chiles von heute  repräsentiert wird.

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